E-Autos sind schlechter fürs Klima, weil sie den Schornstein nur zum Kraftwerk verschieben.
Die Behauptung, die du gewählt hast E-Autos sind schlechter fürs Klima, weil sie den Schornstein nur zum Kraftwerk verschieben.
Selbst an einem schmutzigen Netz schlägt ein typisches E-Auto ein typisches Benzinauto über die Lebensdauer. Der Vorteil steckt in der Effizienz: Der größte Teil des Benzins, das man verbrennt, erreicht nie die Räder.
Die EPA-Mythenseite ist deutlich: E-Autos setzen etwa 87–91 % der Batterieenergie in Bewegung um; Benzinautos bringen etwas wie 16–25 % der Kraftstoffenergie an die Räder. Man kann den Strom aus Kohle erzeugen und in den meisten Orten trotzdem in der Lebenszyklusrechnung gewinnen, weil man nicht drei Viertel der Energie als Wärme im Kühler wegwirft.
Zahlen von Carbon Brief und ICCT: In Europa liegt das Lebenszyklus-CO₂ in der Größenordnung von zwei Dritteln unter einem Benziner, und die Lücke wächst, wenn Netze sauberer werden. In kohlastigem Polen oder China schrumpft der Vorteil, kippt aber für ein typisches Auto nicht. Der Ort zählt — wer auf einer Insel aus Braunkohle lebt, nutze einen Rechner für Auspuff plus Netz —, aber das Schornstein-Argument als allgemeines Gesetz ist falsch.
Kennzahlen
- Tank-to-wheel
- E-Auto ~87–91 % vs. Verbrenner ~16–25 % (EPA)
- Europa Lebenszyklus
- In der Größenordnung 60–70 % weniger CO₂ als Benzin
- Kohle-Netze
- Vorteil kleiner, meist immer noch positiv
Quellen
- Klimavorteil für E-Autos bestätigt Umweltbundesamt
- Treibhausgas-Bilanz: Welcher Antrieb kann das Klima retten? ADAC
- Electric Vehicle Myths U.S. EPA
- Factcheck: 21 misleading myths about electric vehicles Carbon Brief